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Das Ende einer verkorksten Saison - Saarlouis Hornets
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Das Ende einer verkorksten Saison

Zu Beginn einer jeden Saison stellt man sich immer wieder die Frage, wie wird es laufen, wie fügen sich die Neuzugänge ein, passt der neue Trainer, sind wir für eine Überraschung gut? So war es auch in dieser Saison. Sprach man mit den Spielern und Verantwortlichen im Verein kam sehr oft das Wort Überraschungsmannschaft vor, dass dies leider in  negativer Form eintreten sollte, hatte sicher keiner so geplant. So kam es wie es kommen sollte und am vergangenen Wochenende wurde die letzte Minimalchance auf den Klassenerhalt mit zwei Niederlagen gegen die Stuttgart Reds verspielt. Doch fangen wir von vorne an…Natürlich muss für einen kleinen Verein mit beschränktem Budget so einiges zusammenlaufen, um tatsächlich um die Playoffs mitzuspielen. Doch man war sich ziemlich schnell einig, dass man mit Tim Crow einen Coach verpflichtet hat, der durch seine hohe Fachkompetenz und Disziplin zu überzeugen wusste. Desweiteren wurde den Importspielern um Felix Correa, Abdiel Alicea, Josh Ponte und Jerod Jobst, zugetraut ihre Vorgänger im letzten Jahr einigermaßen gleichwertig zu ersetzten. Doch schon zu Saisonbeginn kamen, mit der Verletzung von Jerod Jobst, erste Zweifel auf ob man gerade auf der Position des Pitchers nicht zu dünn besetzt war. Als sich im weiteren Saisonverlauf mit Peter Mick auch noch der Starting Pitcher für das erste Spiel so schwer verletzte, dass die Saison für ihn beendet war, wurden die Zweifel immer lauter ob diese Saison noch einen positiven Verlauf nehmen würde. Immer wieder mussten Feldspieler auf der Position des Pitchers aushelfen, was in der Bundesliga und bei kleineren Klubs durchaus üblich ist, jedoch zumeist in der Rolle des Reliefpitchers für ein oder zwei Innings stattfindet. Bei den Hornissen mussten jedoch zahlreiche Feldspieler bereits als Starting Pitcher ran, was natürlich suboptimal war und dem Gegner regelmäßig einen Vorsprung verschaffte. Die gewünschten Erfolgserlebnisse blieben aus und so geriet die Mannschaft in einen negativen Strudel aus dem sie nur selten rauskommen konnte. Auf positive Auftritte folgten zu selten weitere starke Spiele um eine Serie zu starten. Viel zu oft in dieser Saison machte die Mannschaft aus ihren durchaus vorhandenen Möglichkeiten zu wenig. Wie am vergangen Wochenende gegen Stuttgart, als die Mannschaft 6 mal alle Bases besetzt hatte und dabei lediglich einen Run erzielen konnte. Es hat sicherlich nicht viel gefehlt, denn die Mannschaft war in vielen Spielen sehr nah dran und durchaus konkurrenzfähig, doch zu oft bekam man den Eindruck, dass sie nicht an ihre eigene Stärke glaubte und in den entscheidenden Momenten dann den kürzeren Ziehen musste, wie in den Spielen gegen Mainz, Regensburg oder Ulm. Ging man noch mit einem Grundoptimismus in die ersten Playdown Spiele gegen den direkten Konkurrenten aus Ulm, so musste man nach 2 deutlichen Niederlagen konstatieren, dass es diese Saison wohl doch nichts mehr mit einem Klassenerhalt werden könnte. Lediglich der Split gegen die Münchener Haar Disciples ließ die Berufsoptimisten hoffen. Doch die 4 zum Teil deutlichen Niederlagen gegen Stuttgart waren dann doch zu viel und nun muss der schwere Gang in die Zweitklassigkeit angetreten werden. Für viele ist das eine Chance sich neu aufzustellen, neue Motivation zu schöpfen um wieder dauerhaft in die Erfolgsspur zurückzukehren. Eines indes scheint bereits sicher zu sein, dass die 2. Bundesliga sicherlich kein Selbstläufer wird und es wichtig ist die richtigen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen. Hier ist es besonders wichtig weiterhin auf den Nachwuchs und die zukünftige Spielergeneration zu setzen. Mit Moritz Grützmacher und Zach Milburn, haben die Hornissen bereits zwei Talente diese Saison nach und nach integriert. Ziel muss es sein dies in die zweite Mannschaft und vor allem in die Jugend Mannschaften hineinzutragen. Die Jungs sind sicherlich in der Lage in der 2. Liga ihren Mann zu stehen, doch auch dort wird ihnen nichts geschenkt werden. Baseball hat sich in den letzten Jahren extrem weiter entwickelt und es gibt sehr viele Mannschaften, die nach oben streben. Man sollte aufpassen und sich nicht überholen lassen. Die Mannschaft wird jetzt natürlich versuchen sich mit Anstand aus der Bundesliga zu verabschieden um dann mit der Analyse und Planung der neuen Saison zu beginnen. Es ist dem Verein zu wünschen, dass er aus dem sportlichen Abstieg die richtigen Erkenntisse zieht und sich neu aufstellt um gemeinsam als Verein stärker wieder zurück zu kommen.

 

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Text: David Kania