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Zum Abschluss der regulären Saison treten die Hornissen auf der Stelle nur ein Split gegen Ulm - Saarlouis Hornets
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Zum Abschluss der regulären Saison treten die Hornissen auf der Stelle nur ein Split gegen Ulm

Im Sport ist es ein typisches Phänomen. Hat eine Mannschaft einen Negativlauf, so kommen meistens noch kuriose Entscheidungen hinzu, die es der Mannschaft doppelt schwer machen aus dem Loch rauszukommen. Natürlich kann man nicht alles auf ein paar fragwürdige Entscheidungen schieben, darüber diskutiert werden sollte man auf jeden Fall. Doch fangen wir von vorne an…Spiel 1:

Letzter Spieltag der regulären Saison. Dazu der direkte Konkurrent gegen den Abstieg im heimischen Ballpark. Man hätte denken können, dass die Mannschaften verkrampfen würden und es ein defensiv orientiertes Spiel werden würde. Doch weit gefehlt. Besonders die Hornissen schienen an diesem Tag ziemlich locker unterwegs zu sein und so war ein Hauch Aufbruchstimmung überall zu spüren. Als sich der Ballpark dann mit längerer Spieldauer auch noch in einen kleinen Hexenkessel verwandelt hat, wusste man, dass etwas besonderes in der Luft lag. Coach Tim Crow konnte im ersten Spiel wieder auf Tomlin Müller als Starting Pitcher setzen. Der frischgebackene Abiturient (herzlichen Glückwunsch), wird sich diesen Tag rot in seinem Kalendar eintragen. Es sollte nämlich ein ganz spezielles Spiel für den jungen Pitcher werden, in dem er ein Complete Game gepitchet hat. In neun Innings, hat er nur 7 Hits und 2 Runs zugelassen. Dabei gelangen ihm 3 Strikeouts und für dieses Kunststück benötigte er lediglich 102 Pitches. Eine überragende Leistung für den jungen Pitcher. Doch auch die Defensive half im ersten Spiel tatkräftig mit und unterstütze Tomlin diesen Erfolg zu erreichen. Die Hornissen legten dabei auch früh in der Offensive los. Es schien fast so, als ob sie das vergangene Wochenende gegen Stuttgart vergessen lassen wollten. Nach einem Single von Felix Correa, konnte Nick Di Benedetto seinen ersten Homerun im heimischen Ballpark bejubeln und die Hornissen gingen mit 0:2 in Führung. Im 2. Inning konnte Catcher Josh Ponte mit einem weiten Hit ins Outfield ein Triple erlaufen. Es war schließlich Felix Correa der mit einem Sac-Fly die Führung auf 0:3 ausbauen konnte. Die Hornissen bauten bereits zu Beginn des Spiels früh Druck auf und punkteten kontinuierlich. Dies gelang ihnen auch im 3. Inning. Nach einem Single von Yannik Petry und einem weiteren Single von David Reichertz konnte Yannik die 3rd Base erreichen. Diesmal war es Abdiel, der sich „opferte“ und mit einem Sac-Fly auf 0:4 erhöhen konnte. Im 4. Inning gab es eine undurchsichtige Szene an der 3rd Base. Mauritzio Autunno schlug den Ball kurz vor die Homeplate. Catcher Josh Ponte hat gesehen, dass der Runner versucht hat von der 2nd Base die 3rd Base zu stehlen, dementsprechend versuchte er den Runner ins Rundown zu bringen und dabei ist irgendwie der Ball verloren gegangen, sodass Luis Santa Cruz schließlich zur Homeplate durchlaufen konnte. Nach dem 3. Inning war dann auch für den Pitcher der Gäste,  Georg Oberst, schluss auf dem Hügel und die Ulmer wechselten mit Leon Mendez einen Pitcher ein, auf den sich die Hornissen neu einstellen mussten. Doch bereits im 5. Inning konnten die Hornissen mit dem zweiten Triple des Tages erneut Druck aufbauen. Diesmal gelang das Triple Yannik Petry, der im Anschluss an einen schönen Hit von David Reichertz die Homeplate zum 1:5 erreichte. Im 7. Inning gelang den Gäste mit zwei Doubles von Luis Santa Cruz und Mauritzio Autunno der Anschluss zum 2:5, dass sollte es dann aber auch gewesen sein. Im weiteren Spielverlauf hielt die Defensive der Hornissen und Tomlin Müller ließ auf dem Hügel nichts mehr zu. Der erste Schritt um den Abstand auf die Falcons für die Playdowns zu verkürzen war geschafft. Man muss neben der tollen Leistung von Tomlin Müller auch die Leistung von David Reichertz im ersten Spiel würdigen. Er kam bei 4 versuchen 4 mal auf Base und konnte ein RBI (Runner Batted In) für sich verbuchen. Sollte es was zu meckern geben, dann lediglich, dass die Hornissen nicht höher gewinnen konnten, da sie erneut Runner in Scoring Position nicht nach Hause bringen konnten. Doch dies tat der großartigen Stimmung auf den Tribünen keinen abbruch und die Fans bejubelten frenetisch den zweiten Sieg der Saison.

Foto: KPS Foto

Spiel 2:

Im zweiten Spiel des Tages konnten die Zuschauer ebenfalls eine starke Pitching Leistung bewundern. Diesmal jedoch auf der Seite der Gäste aus Ulm. Carlos Parra machte wie im Hinspiel in Ulm den Jungs das Leben ziemlich schwer. Er konnte ebenfalls wie Tomlin im ersten Spiel über die volle Distanz von neun Innings gehen und ließ dabei lediglich 5 Hits und 1 Run zu. Jedoch benötigte er dafür insgesamt 134 Pitches. Auf der Seite der Hornissen startete wie erwartet Jerod Jobst auf dem Hügel. Auch er zeigte eine solide Leistung. In acht Innings ließ er 6 Hits und 4 Runs zu bei starken 11 Strikeouts. Doch wie bereits eingangs erwähnt kamen sehr fragwürdige Entscheidungen der Umpire an diesem Tag zu tragen. Dies führte dazu, dass auf der Tribüne und in den Dugouts kontrovers und lautstark diskutiert wurde. Im 3. Inning konnten die Gäste den ersten Run des Spiels erzielen. Nach einem Double von Joseph Germaine konnte Jesse Oberst scoren. Bei dem Versuch von William Germain ebenfalls zu scoren, konnte Alexander Bach mit einem starken Wurf zu Catcher Josh Ponte, Germaine ausmachen, sodass es bei dem 1:0 für die Ulmer blieb. Im Gegensatz zum ersten Spiel kam die Offensive gegen diesen starken Pitcher nicht so richtig in Schwung. Erst im 5. Inning konnte Florian Maaß mit einem Single den Bann brechen. Auch auf der Seite der Gäste tat sich offensiv herzlich wenig in der weiteren Folge. Beide Defensiv-Reihen leisteten an diesem Tag einen sehr guten Job. Im 7. Inning erwachte die Offensive der Hornissen schließlich zum Leben. Nach einem Walk von Abdiel Alicea konnte Teamcaptain Florian Maaß mit einem Double den Ausgleich herstellen. Anschließend konnte er noch die 3rd Base stehlen. Max Raber erreichte die 1st Base nach einem schmerzhaften Hit by Pitch und konnte ebenfalls die 2nd Base stehlen. Somit waren wieder zwei Runner in Scoring Position. Doch mit einem Groundout zum Shortstop, durch Alexander Bach, ließen die Hornissen auch diese gute Chance verstreichen um mehr aus diesem Inning rauszuholen. Im 8. Inning schließlich kochten die Emotionen über. Erst wurde ein vermeintlicher Balk gecalled und im Anschluss eine Catchers Interference. Beide Calls führten zu zwei weiteren Runs für die Gäste aus Ulm und beide Calls waren sehr umstritten. Als im weiteren Verlauf noch ein Error gegen Max Raber gecallt wurde, da dieser vermeintlich den Ball an eins hat fallen lassen und somit das Play nicht zu Ende gebracht wurde, war endgültig die Fassung auf den Tribünen verloren, da daraus ebenfalls ein Run resultierte. Lautstarke Buh Rufe und Pfiffe schallten dem 1st Base Umpire entgegen, doch an der Entscheidung und dem dritten!!! fragwürdigen Run in Folge änderte das nichts. Natürlich unterstellt keiner den Umpiren böse Absicht, doch in solch entscheidenden Spielen solche Calls zu verdauen ist sicherlich ziemlich schwer und es ist nur zu verständlich, wenn sich die Gemüter etwas erhitzten. Doch wie schon in der ganzen Saison, konnten die Hornissen in diesen beiden Spielen und den letzten beiden Innings des zweiten Spiels die Runner in Scoring Position nicht nach Hause schicken, sodass das Spiel letzlich mit 4:1 verloren wurde und auch hier ein Teilgrund für die Nierderlage zu finden ist.

Foto: KPS Foto

Natürlich ist es bitter solch eine Niederlage zu verdauen, zumal man gefühlt als Sieger vom Platz gehen musste. Nun tritt die Mannschaft etwas auf der Stelle. Das Minimalziel, die Ulmer nicht weiter entfernen zu lassen ist geglückt. Die Mannschaft geht mit dem Gefühl in die Playdowns, dass sie gegen diese drei Gegner, Ulm, München und Stuttgart einiges erreichen kann und die Saison versöhnlich beenden kann. Schafft es die Mannschaft weiterhin so locker zu bleiben und in den entscheidenden Situationen sich selbst zu belohnen, spricht viel dafür, dass der Klassenerhalt geschafft werden kann. Die kommenden 12 Spiele werden ein hartes Stück Arbeit für das Team. Doch Fans, Coach und die Jungs selbst sind positiv gestimmt, dass auch nächstes Jahr Baseball in der Bundesliga gespielt werden kann.

 

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Text: David Kania