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Die Hornissen bieten dem Spitzenreiter einen starken Kampf, doch bleiben trotzdem sieglos - Saarlouis Hornets
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Die Hornissen bieten dem Spitzenreiter einen starken Kampf, doch bleiben trotzdem sieglos

Es war mal wieder typisches Fliesen-Wetter angesagt in Saarlouis. Mal Sonne, Mal Wolken und ein kalter Wind pfiff durch den heimischen Ballpark der Hornissen. Als wollte das Wetter die derzeitige Saison der Hornissen widerspiegeln. Trotz der ernüchternden Statistiken, ist vieles gar nicht so schlecht wie es nach außen hin aussehen mag. Auch gegen den Spitzenreiter der Bundesliga Süd zeigte eine stark dezimierte Saarlouiser Mannschaft eine sehr gute Leistung, doch fangen wir von vorne an…Spiel 1

Aufgrund der Verletzung von Peter Mick, unserem Starting Pitcher, ist die Wahl des Pitchers für das erste Spiel eine echte Lotterie, sodass auch diesmal der Coach die Gegner etwas überraschen konnte, indem er den 16 jährigen Zach Milburn auf den Hügel schickte. Dieser hatte sich das Vertrauen des Coaches durchaus verdient, da er bereits gegen die Power Offensive von den Mannheim Tornados eine sehr gute Leistung als Reliefpitcher gezeigt hatte. Dabei hatte Zach besonders zu Beginn des Spiels etwas mit den Nerven zu kämpfen. Bereits im ersten Inning musste er durch den starken Hitter der Mainz Athletics, Austin Gallager, einen 3 Run Homerun hinnehmen. Für die Gäste war Tim Stahlmann auf dem Hügel, doch auch der arrivierte Pitcher der Mainzer hatte so seine Probleme an diesem Tag. Auch er erlaubte bereits im 1. Inning die ersten Runs der Hornissen. nach einem Double von Abdiel Alicea Diaz und einem Single von Yannik Petry, brachte Felix Correa mit einem Single den ersten Run für die Hausherren über die Platte. Im weiteren Verlauf des 1. Innings konnte Max Raber trotz eines Groundout den zweiten Run für die Hornissen verbuchen. Somit stand bereits zu Beginn des Spiels fest, dass es vermutlich ein knappes Spiel, wie im Hinspiel, werden könnte. Coach Tim Crow hatte vorab schon festgelegt, dass Zach max. 70 Pitches werfen sollte, sodass er bereits nach dem 3. Inning seine Arbeit auf dem Hügel, nach 65 Pitches, beenden konnte. Von der anfänglichen Nervosität mal abgesehen hatte Zach alles unter Kontrolle. In diesen 3 Innings ließ er 3 Runs und 2 Hits zu. Ersetzt wurde er von dem nächsten jungen Talent der Hornets, Moritz Grützmacher. Doch zuvor kam die Offensive der Hornets in Fahrt. Nach einem schönen Double ins Leftfield von Yannik Petry im 3. Inning und einem Walk von Felix Correa, kam mit David Reichertz ein Rückkehrer in die Lineup. Dieser füllte dann alle Bases mit einem Single. So war es wieder Max Raber, der sich seinen zweiten RBI mit einem Single sichern konnte, indem er Yannik Petry die Möglichkeit gab die Homeplate zu erreichen. Nach einem Fehler von Peter Johannssen im Rightfield konnte Felix Correa ebenfalls scoren. Die Offensive der Hornissen war in diesem Inning so stark, wie vermutlich in der ganzen Saison nicht, denn durch einen weiteren Single von Florian Maaß konnten die Hornissen wieder alle Bases belegen. Das Feld war für den zurzeit besten Hitter der Mannschaft, Lukas Wunn, angerichtet und dieser enttäuschte nicht und schlug mit einem Single ins Rightfield den nächsten Run nach Hause und übte somit weiteren Druck auf Tim Stahlmann aus. 2nd Basemen Alexander Bach war der nächste, der sich einen RBI sichern konnte. Mit einem Single auf die rechte Seite, konnte er Max Raber nach Hause schicken. Erst danach konnte die Offensive mit 2 Strikeouts gestoppt werden. Nichtsdestotrotz konnten die Hornissen allein in diesem Inning 6 Hits für sich verbuchen und insgesamt 4 Runs erzielen. Der neue Zwischenstand nach dem 3. Inning betrug 3:6. Wie bereits erwähnt kam mit Moritz Grützmacher ein weiterer Neuling auf der Position des Pitchers, im 4. Inning, zum Einsatz.

Foto: KPS Foto

Dieser erwischte einen guten Start, da er im 4. Inning keinen Hit zuließ und die Hornissen somit weiter in Führung lagen und an der Sensation schnuppern konnten. Der Pitcher der Mainzer konnte den persönlichen Reset-Knopf finden und nochmal auf Anfang stellen, denn auch er ließ im 4. Inning nichts zu. Timothy Kotowski, brachte die Mainzer mit einem Walk bei Bases loaded wieder ran und nach dem Victor Voll von einem Pitch getroffen wurde, schrumpfte der Vorsprung auf 5:6 nach dem 5. Inning, da die Offensive der Hornissen auch im 5. Inning keinen Hit für sich verbuchen konnte. Im 7. Inning konnte Timothy Kotowski den Single Homerun zum 6:6 Ausgleich schlagen, ehe mit Lennard Stöcklin, Victor Voll und Kevin Kotowski die Basen für die Mainzer geladen wurden. Tim Crow entschied sich, mit Florian Maaß, Moritz Grützmacher auf dem Hügel zu ersetzen. Doch leider schlug hier das Pech, in Form von Mike Blanke, zu. Dieser besorgte mit einem Grand Slam Homerun den finalen Schlag gegen die Hornissen. Somit war die positive Stimmung wie weggeblasen und die Hornets mussten durch einen Passed Ball die nächsten zwei Runs zum Zwischenstand von 12:6 hinnehmen, ehe das 7. Inning beendet werden konnte. Denn obwohl die Bases auch für die Hornissen in der unteren Hälfte des 7. Innings geladen waren, konnten Sie keine Vorteil daraus ziehen. Den Schlusspunkt für die Hornissen an diesem Tag konnte Felix Correa setzen, indem er eine Single Homerun ins Rightfield schlug und so den Endstand von 12:7 erzielte. Alles in allem muss man sagen, dass die Hornisse auch nach dem Grand Slam im 7. Inning nicht aufgesteckt haben und weiter aggressiv die Homplate verteidigten. Leider fehlte ihnen in den entsprechenden Situationen das Spielglück um noch einmal ganz nah ran zu kommen.

 

Spiel 2

Im zweiten Spiel des Tages konnte sich der Coach wieder auf die Dienste von Jerod Jobst verlassen. Dieser hatte jedoch auch einige Anlaufschwierigkeiten zu Beginn des Spiels. Nach einem Walk von Kevin Kotowski, konnte dieser erst die 2nd Base stehlen und anschließend durch 2 Passed Balls von Moritz Grützmacher den ersten Run des Spiels scoren. Im weiteren Verlauf gelang dem Nationalspieler Deutschlands, Maximilian Boldt, ein 2 Run Homerun ins Leftfield, sodass die Hornissen früh, mit 3:0, ins Hintertreffen gerieten. Doch wie bereits im ersten Spiel ließen sich die Hornissen davon nicht beeindrucken und schlugen ebenfalls im 1. Inning zurück. Nach einem Walk von Abdiel Alicea Diaz, konnte dieser nach einem Passed Ball die Second Base stehlen und einem weiteren Wild Pitch sogar die 3rd Base erreichen. Es schien so als wollten die Hornissen die obere Hälfte des 1. Innings kopieren. Yannik Petry konnte mit einem Single ins Right Center Field den ersten Run scoren. Teamcaptain Florian Maaß konnte mit einem Double die linke Foullinie entlang den Spielstand zum 3:3 ausgleichen. Es war somit alles auf Null gestellt und das Spiel ging von vorne los. Im 2. Inning scorten die Mainzer in Form von Timothy Kotowski. Es schien fast so als wenn die Hornissen nach dem starken ersten Spiel und dem 1. Inning das Pulver bereits verschossen hätten, denn sie brachten bis ins 6. Inning lediglich 3 weitere Hits und 1 Run zustande. Im Gegensatz dazu konnten die Mainzer im 3. Inning den nächsten Run zum 5:3 durch Martin Kipphan scoren. Im 6. Inning mussten die Hornissen 2 weitere Runs hinnehmen. Nach einem Balk und einem Wild Pitch erzielten Timothy Kotowski und Victor Voll die nächsten Runs für die Gäste und konnten so die Führung auf 7:3 hochschrauben. In der unteren Hälfte des 6. Innings war es wiederum Florian Maaß der mit seinem 3. RBI in diesem Spiel den Abstand auf 7:4 verringern konnte. Bis dahin war es auch immer noch ein knappes Spiel, da man nicht wirklich das Gefühl hatte, dass beide Mannschaften so viel trennen würde. Immerhin spielte hier der Tabellenführer gegen den Tabellenletzten, doch die Entscheidung für den Spitzenreiter fiel im 8. Inning, als die Gäste durch Jerome Noso, Mike Blanke und Austin Galagher die entscheiden 3 Runs scorten um den Deckel endgültig auf das Spiel zu machen. Somit mussten sich die Hornissen im zweiten Spiel mit 10:4 geschlagen geben.

 

Foto: KPS Foto

Beide Spiele waren meines Erachtens Spiele auf Augenhöhe und die Mainzer können sich glücklich schätzen, dass sie mit zwei Siegen nach Hause fahren konnten. In beiden Spielen war die Offensive und Defensive Leistung beider Mannschaften ebenbürdig. Der Schlüssel hierfür auf der Seite der Saarländer war sicherlich die starke mentale Leistung der Hornissen. Denn man  kann von einer Mannschaft, die erst einen Sieg bei 2o Spielen für sich verbuchen konnte, nicht erwarten, dass sie mit so einem Mindset an den Schlag geht. Wie Coach Tim Crow und der Teamcaptain nach dem Spiel gesagt haben, die Hornissen haben vielleicht keine Chance mehr doch diese wollen sie definitiv ergreifen. Sie sind bereit für die nächsten Spiele und auch bereit für weitere positive Überraschungen zu sorgen. Die Spielersituation sollte sich diese Woche etwas verbessern, neben einigen Rückkehrern wird der Verein eventuell noch einen oder zwei Spieler verpflichten. Sollten sie ein glückliches Händchen dabei haben, kann das schlimmste noch abgewendet werden. Wichtig ist, dass die Chemie im Team stimmt und dies ist allem Anschein nach der Fall. Das Team ist sich der Situation bewusst und gibt alles um in die Erfolgsspur zurückzufinden. Wir drücken Ihnen definitiv die Daumen.

 

#GoHornets

 

Text: David Kania