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Lichtblicke trotz zweier Niederlagen gegen Mannheim - Saarlouis Hornets
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Lichtblicke trotz zweier Niederlagen gegen Mannheim

Am Wochenende mussten unsere Hornissen nach Mannheim reisen. Im Gepäck hatten sie eine dezimierte Mannschaft, unterschiedliche Ausgangspositionen und den ersten Sieg der Saison. Es gab schon durchaus bessere Vorzeichen um nach Mannheim zu reisen. Doch fangen wir von vorne an…Spiel 1

Durch unterschiedliche Umstände schrumpfte der Kader am vergangenen Wochenende auf gerade mal 11 Spieler. Als wäre dies nicht bereits besorgniserregend, so hatte Coach Tim Crow tatsächlich nur einen gelernten Pitcher dabei. Dementsprechend musste er wieder einmal in die Trickkiste greifen, mit einer erfreulichen Überraschung. Als Starter im ersten Spiel musste mal wieder der originäre 2nd Basemen Alexander Bach herhalten. Es ehrt ihn sehr und spricht für seinen tadellosen Charakter, dass er sich in den Dienst der Mannschaft stellt und die Position des Pitchers ausübt. Vielleicht können sich hier einige seiner Teamkameraden dahingehend eine Scheibe von ihm abschneiden, hinsichtlich des Einsatzes für das Team :). Doch man konnte, wie bereits in den vergangenen Spielen, feststellen, dass dies mit Sicherheit nicht seine Lieblingsposition ist. So war sein Einsatz auf dem Mound bereits im ersten Inning beendet. Er hatte Probleme in die Zone zu kommen und musste letztendlich 6 Runs hinnehmen. Daraufhin entschied sich der Coach mit Zach Milburn die jüngste Hornisse auf den Mound zu schicken. Zur Überraschung der mitgereisten Fans, machte Zach eine tadellose Figur auf dem Hügel. In den folgenden sechs Innings ließ er nur 5 Hits, einen Run zu und schickte 2 Batter der Mannheimer per Strikeout zurück ins Dugout. Lediglich dem Powerhitter Mitch Nilsson gelang es mit einem Homerun im 2. Inning einen Run zu scoren. Die Mannheimer Schlagmänner hatten ziemliche Probleme sich auf den jungen Pitcher einzustellen. Zudem machte die Defensive ihre Sache gut und gab dem Pitcher so die nötige Unterstützung. Es ist schon beeindruckend, wie die beiden jüngsten Hornissen diese Power Offensive der Mannheimer so lange in Schach halten konnten. Denn neben Zach Milburn auf dem Hügel, zeigte auch der Catcher des ersten Spiels Moritz Grützmacher eine sehr starke Leistung. Leider konnte die gute Defensiv Leistung nicht auf die Offensive übertragen werden, sodass sich die Hornissen besonders am Schlag wieder einmal sehr schwer taten. Zweifelsohne muss man dem sehr starken Pitcher der Tornados, Gianfranco Rizzo, ein Lob aussprechen. Dieser hat der Offensive auch keinerlei Chance gegeben. So konnte er insgesamt 11 Strikeouts für sich verbuchen. Von der Dominanz am Schlag aus der vergangenen Woche gegen München, war auf Saarlouiser Seite leider wenig zu sehen. Lediglich 3 Hits konnte die Offensive für sich verbuchen. Neben der starken Pitching Leistung der Hausherren, hatte die Mannschaft im vornhinein vielleicht zu viel Respekt und hatte an die durchaus vorhandene Chance nicht geglaubt. Bei einem Zwischenstand von 0:7 nach dem 6. Inning, versuchte sich Moritz Grützmacher ebenfalls als Pitcher. Jedoch konnte er an die gute Vorstellung von Zach nicht anknüpfen und kassierte 3 weitere Runs, sodass das erste Spiel bereits nach dem 7. Inning mit 0:10 beendet war. Somit konnte die Mannschaft ein paar Körner für das zweite Spiel sparen.

 

Spiel 2

Im zweiten Spiel des Tages, konnten die mitgereisten Fans der Hornissen auch mal wieder einen gelernten Pitcher auf dem Hügel betrachten. Jerod Jobst war der letzte seiner Art, an diesem schwülwarmen Sonntagnachmittag in Mannheim. Jerod, der im letzten Spiel gegen München über die volle Distanz ging erwischte, in diesem Spiel, einen schlechten Start. Der Lead-off Hitter der Mannheimer Riquerdo Marinez konnte mit einem Homerun in das Spiel starten. Anschließend besorgte David Kandilas den nächsten Run für die Tornados. Es schien fast so, als ob sich die Offensive der Tornados darüber freuen würde, endlich einen Pitcher mit einem schnellen Wurf auf der Platte entgegenzutreten. Denn auch im zweiten Inning gelangen den Hausherren zwei weitere Runs. Im weiteren Spielverlauf schien sich Jerod eingewöhnt zu haben und ließ bis zum 6. Inning keine weiteren Runs zu. Das Bild der Hornets Offensive aus dem ersten Spiel schien sich indes zu wiederholen. Wiedereinmal wurden, wie im 3. Inning, beste Chancen leider nicht genutzt. Nachdem die Hornissen bei zwei Outs die Basen geladen hatten, konnten sie keinen Run scoren. Es sind ebensolche Momente, in denen sich die Mannschaft einfach nicht belohnt und es verpasst einen Lauf zu starten und das Spiel zugunsten der Hornissen umzudrehen. Durch die fehlende Kaltschäuzigkeit bauen sie ihre Gegner immer wieder auf, der widerum jede kleine Unaufmerksamkeit ausnutzt. Die Tornados wiederum konnten im 6. und 7. Inning 2 weitere Runs scoren und stellten die vermeindliche Vorentscheidung zum 0:6 her. Doch anders als im ersten Spiel wollten unsere Hornissen ein Shutout Game verhindern und konnten durch einen Fehler von Shortstop Mitch Nilsson die ersten beiden Runs des Tages durch Abdiel Alicea Diaz und Mike Koenigs scoren. Für Jerod Jobst war nach dem 7. Inning und 111 Pitches Schluss und der Coach entschied sich für Yannik Petry als Relief Pitcher. Für Yannik war es der erste Einsatz seit langem auf dem Hügel, doch darauf nahmen die Tornados keine Rücksicht und starteten ein Ralley die mit einem Grand Slam Homerun von Mitch Nilsson endete und auch das Spiel zu einem frühen Ende brachte. Endstand 2:13. Natürlich hatten die Fans ein Fünkchen Hoffnung, das die Mannschaft für eine Überraschung sorgen hätte können. Doch letztlich muss man festhalten, dass die Mannheimer in dieser Verfassung nicht die Kragenweite der Hornissen sind und dementsprechend nur die größten Optimisten mit einem Sieg rechnen konnten. Die Aufgaben werden in den kommenden Wochen sicherlich nicht einfacher. Bereits am kommenden Wochenende kommen die Mainzer in den Ballpark nach Saarlouis. Nach den knappen Spielen in der Hinrunde, rechnet sich die Mannschaft sicherlich was aus. Doch um gegen die Mainzer die nächsten Runs zu scoren, wird es sicherlich darauf ankommen, wieder an die Spiele gegen die Münchener anzuschließen und in den entsprechenden Situationen kaltschnäuziger zu sein. Es wäre der Mannschaft zu wünschen, dass sie sich an diese Leistung erinnert. So ist vor heimischem Publikum sicherlich eine positive Überraschung möglich.

 

#GoHornets

 

Text: David Kania