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Die Hornissen ärgern den Favoriten, leider ohne zählbarem Erfolg - Saarlouis Hornets
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Die Hornissen ärgern den Favoriten, leider ohne zählbarem Erfolg

Mit Erfolgsgeschichten ist es ja so eine Sache. Meistens spricht man von Ihnen, wenn man auch was zählbares mitnehmen konnte. Doch wie soll man verfahren, wenn man merkt, dass man sehr nah dran war an diesem Erfolg, doch leider wieder nicht den erhofften ersten Sieg der Saison feiern konnte? Soll man kritisch alles hinterfragen? Den Fehler bei einzelnen Spielern suchen? Es klingt nach Standardphrasen und Durchhalteparolen, wenn man sich dieser Tage mit dem Coach oder den Spielern unterhält und doch ist da mehr als nur ein Fünkchen berechtigte Hoffnung, dass man im Konzert der Großen mithalten kann und zurecht in der Bundesliga spielt. Ein erneuter Beweis wurde am Wochenende gegen die Legionäre geliefert. Doch fangen wir von vorne an…

Game 1

 

Foto: KPSFOTO

Etwas was dem diesjährigen Coach sehr wichtig ist, ist die richtige Rollenverteilung. Das bedeutet, dass im Gegensatz zum letzen Jahr zum Beispiel, sich die Pitcher auf ihr Handwerk konzentrieren sollen und Ausflüge auf andere Positionen, die Ausnahme bleiben sollen. Besonders im Training wird darauf sehr viel Wert gelegt. Und so verwundert es kaum, dass sich beide Starter und die Reliefpitcher von Spiel zu Spiel weiterentwickeln und selbstbewusster auftreten. Die Reihenfolge für die Spiele steht grundsätzlich fest. Peter Mick startet im ersten Spiel und Jerod Jobst dass zweite Spiel. So war es auch an diesem Wochenende. Desweiteren hat sich der Coach nach der Verletztung von 1st Basemen Lukas Wunn für den Routinier Max Raber, auf dieser Position, entschieden. Es sollte auf ein regelrechtes Pitcherduell, zwischen Peter Mick und William Greenfield, hinauslaufen. Beide Pitcher wussten an diesem Tag zu überzeugen und warfen jeweils über 100 Pitches. Peter Mick verbrachte insgesamt 6 Innings auf dem Mound während Greenfield sogar 8 Innings auf dem Mound stand. Die ersten drei Innings verliefen relativ ereignisarm, bis auf ein paar Walks und einem Hit von 3rd Basemen Felix Correa im 1. Inning passierte nicht viel und die Pitcher, sowie die beiden Defensivreihen ließen nichts zu. Im 4. Inning schafften die Hornissen die erste Führung in dieser Saison. Nach einem Double von Teamcaptain und Centerfielder Florian Maaß, schlug Felix Correa ein Triple ins Centerfield, woraufhin der erste Run von Florian Maaß erzielt werden konnte. Nach einem Passed Ball von Jose Palacios, erhöhte Felix Correa die Führung für die Hornissen auf 0:2. Im 5. und 6. Inning konnten die Buchbinder Legionäre weiterhin keine Runs für sich verbuchen. Aufgrund des harten Programms in den nächsten Wochen und dem bereits hohen Pitchcount von 104 Würfen entschied sich Coach Tim Crow den in den letzten Wochen zuverlässigen Reliefpitcher Tomlin Müller für die verbleibenden drei Innings zu bringen. In weiteren Spielverlauf konnte man sehen, wie fragil so ein Teamkonstrukt sein kann. Unterliefen den Hornissen bis dahin keinerlei Fehler, so war es diesmal unser zuverlässiger 2nd Basemen, Alexander Bach, dem ein Goundball versprang und es dem Gegner ermöglichte seine Runner in Scoring Position zu bringen. Nach einem Groundout von Pascal Amon erreichte Alexander Schmidt die Homeplate und verkürzte den Abstand auf 1:2. Im Anschluss daran unterlief dem bis dahin starken 3rd Basemen Felix Correa der 2. Error in diesem Spiel und die Gäste konnten zum 2:2 ausgleichen. Es sind am Ende des Tages selten die Großen Taten, die den Unterschied ausmachen, sondern die kleinen Fehler, die gehäuft einen hohen Einfluss haben. Im 9. Inning gelang den Gästen aus der Oberpfalz der entscheidende Run, zum Endstand von 3:2, durch einen Single Homerun von Pascal Amon, der am Ende der gefeierte Spieler der Gäste war. Am Ende des ersten Spiels blieb nur eins festzuhalten, dass sich die Mannschaft selbst um den verdienten Lohn gebracht hat und sie nichtsdestotrotz sehr stolz sein kann auf die Leistung die in diesem Spiel gezeigt wurde. Die Maßnahmen des Coaches scheinen nach und nach zu greifen und die Mannschaft wächst immer mehr zusammen.

 

Game 2

 

Foto: KPSFOTO

Es schien fast so, als ob die Gäste aus Regensburg im zweiten Spiel eine andere Einstellung auf dem Platz bringen wollten. Angestachelt vom knappen und vielleicht letztlich glücklichen Sieg im ersten Spiel wollten sie die Kräfteverhältnisse zurechtrücken und dementsprechend legten sie los. Nach einem Double von Elias von Garßen im 1. Inning bei 2 Outs, konnten Alexander Schmidt und Eric Harms die ersten Runs erzielen. Doch es schien so, als ob die Hornissen sich davon nicht beeindrucken lassen würden. Wiedermal war es Felix Correa, der durch einen Single Homerun (seinen 3. in dieser Saison) den Abstand auf 2:1 verkürzen konnte. Doch die Gäste aus Regensburg konnten im 2. Inning wiederum kontern. Nino Sacaza Petzsch erreichte, nach einem Single von Alexander Schmidt, die Homeplate und erhöhte den Vorsprung wieder auf 3:1. Im 4. Inning durfte das jüngste Mitglied der Hornissen Zach Milburn als Pinch Hitter für Lukas Wunn rein, dem an diesem Tag leider nicht viel gelungen war. Der jüngste trotzte der Aufregung und erreichte die 1st Base nach einem Error von 2nd Basemen Alexander Schmidt. Dies schmälerte die Freude von Zach in keinster Weise. Im 5. Inning drehte die Offensive der Hornissen endlich auf. Erst konnte Leftfielder Josh Ponte nach einem Single von Shortstop Abdiel „YOYO“ Alicea Diaz den Abstand auf 3:2 verkürzen, ehe Florian Maaß nach einem Error die 1st Base erreicht hatte und YOYO, quasi ungestört nach Hause laufen konnte und den Rückstand, zum 3:3, egalisierte. Max Raber war es schließlich, der mit einem Single Florian Maaß half, die Homeplate zu erreichen und die Führung zu erobern. Die Führung hielt bis ins 7. Inning ehe den Legionären ein 3 Run Homerun durch Alexander Schmidt gelang und Elias von Garßen mit einem Double Pascal Amon nach Hause schickte. Somit war das Momentum wieder gekippt und die Gäste gingen mit 7:4 in Führung. Jerod Jobst durfte nach  7 Innings und 110 Pitches vom Feld und die nächste Nachwuchshoffnung der Hornissen im Pitching Rudolf Fries durfte ran. Fries, der letzte Woche noch krankheitsbedingt in Mainz ausgefallen war, sollte das Spiel für die Hornissen zu Ende bringen. Doch leider hatte er an diesem Tag nicht das nötige Glück auf seiner Seite und das lange Spiel hat bei dem ein oder anderen Feldspieler mental an Kraft gekostet, sodass sichere Outs durch Unachtsamkeiten verhindert wurden und den Pitcher weiter in Bedrängnis brachten. Im 8. Inning konnten die Gäste durch ebensolche Fehler den Vorsprung weiter, auf 9:4, ausbauen. Im 9. Inning konnten die Gäste die Führung auf 14:4 erhöhen und lieferten somit auch den Endstand. Dieser war im Nachhinein sicherlich ein paar Runs zu hoch ausgefallen, doch er täuscht auf jeden Fall nicht darüber hinweg, dass gerade im mentalen Bereich noch einiges an Arbeit auf den Coach in den nächsten Tagen zukommen wird.

 

Foto: KPSFOTO

Kommen wir also auf den Beginn dieses Beitrags zurück. Kann man diese Spiele im Endeffekt als Erfolg verbuchen? Wann kann man mit dem ersten Sieg rechnen? Hat sich die Mannschaft zu hohe Ziele gesteckt? Ich persönlich finde, man kann das Wochenende zum Teil definitiv als Erfolg verbuchen. Ein so knappes erstes Spiel hat mit Sicherheit niemand auf dem Schirm gehabt. Die Gäste aus Regensburg waren sicher überrascht über die Mannschaft, der sie entgegengetreten sind. Die Mannschaft spielt definitiv nicht so als ob sie bis jetzt keinen Sieg für sich verbuchen konnte. Die Statistik spricht zur Zeit eine klare Sprache und es stehen 8 Niederlagen und kein Sieg auf unserem Konto, jedoch bin ich optimistisch, dass sich dies bald ändern wird. Baseball wird wie bereits erwähnt in Kleinigkeiten entschieden und hier gilt es den Hebel anzusetzen. Fehler minimieren und weiter hart arbeiten. Die Mannschaft und der Coach haben die Probleme bereits kurz nach dem Spiel analysiert und alle werden versuchen diese bestmöglichst zu beheben. Wenn das Pendel endlich mal für die Saarlouis Hornets schlägt, kann sogar eine richtige Serie gestartet werden. Den Teamspirit bringt das Team sicherlich mit. Jetzt ist es wichtig die nächste Woche bestmöglichst und ohne Verletzungen zu überstehen. Am Sonntag muss man zum Vizemeister nach Heidenheim, ehe man zu Hause, am 01. Mai, die Stuttgart Reds begrüßen darf, um die Woche am 04. Mai in Ulm bei den Falcons zu beenden. Aus diesen Spielen müssen definitiv die ersten Siege nach Saarlouis geholt werden um der Saison den Verlauf zu geben, den diese Mannschaft und dieser Verein verdient. In dieser Form und mit dieser Einstellung muss sich die Mannschaft vor niemandem in der Liga verstecken und das wird sie auch nicht.

 

#Go Hornets

 

Text: David Kania