[if IE] [endif] [if !IE]> ![endif]
„Wir haben noch viel Arbeit vor uns“ – Beide Spiele gegen die München Haar Disciples deutlich verloren - Saarlouis Hornets
go to top

„Wir haben noch viel Arbeit vor uns“ – Beide Spiele gegen die München Haar Disciples deutlich verloren

Es war ein strahlender Frühlingstag, bei angenehmenen 22 Grad Celsius und bestem Sonnenschein war im Grunde genommen alles angerichtet für einen perfekten Tag. Die Zuschauer Tribünen waren gut gefüllt und die Stimmung war ebenfalls gut. Doch leider konnte sich die positive Stimmung nicht auf das Spielfeld übertragen. Doch fangen wir von vorne an…Den traditionellen First Pitch durfte diesmal das Mitglied des Landtags Raphael Schäfer von der CDU werfen. Dieser landete unter lautem Beifall von den Rängen tatsächlich im Handschuh des neuen Catchers Josh Ponte, der erst kurz vor knapp am Donnerstag im Saarland angekommen war.Kurz danach ging es auch schon direkt los. In Spiel eins war erwartungsgemäß Peter Mick als Starting Pitcher eingesetzt worden. Man merkte schnell, dass die Mannschaft Probleme hatte sich zu finden und das die Anspannung vor dem Homeopener sehr groß war. Zu verkrampft war man in einigen at Bats, wie Coach Tim Crow, am Ende des Tages feststellte. Die Spieler wollten unbedingt eine gute Leistung vor dem heimischen Publikum erzwingen, jedoch blieb dabei die erforderliche Lockerheit auf der Strecke. Bereits im zweiten Inning konnten die Gäste 4 Runs erzielen und verschafften sich so etwas Luft in diesem Spiel. Die Defensive Leistung war an diesem Tag sicherlich nicht das Hauptproblem, hier kamen sogar einige schöne Plays zu Stande kamen. Insbesondere der „Neue“ „Alte“ 1st Basemen Lukas Wunn, wusste mit ein paar schönen Picks zu gefallen und zeigte dem Coach, dass auf ihn, zumindest während der Verletzung vom etatmäßigem 1st Basemen David Reichertz, verlass ist. Jedoch konnte die Offensive der Saarlouiser Hornets, dem Neuzugang und Starting Pitcher der Gäste Tomas Ondra, zu keiner Zeit so richtig gefährlich werden. So war es schlussendlich die fehlende Durchschlagskraft am Schlagmal, die den Hornets im ersten Spiel jegliche Chance auf ein knappes Spiel oder gar einen Sieg zu nichte gemacht hatte. Insgesamt konnten die Hornets nur 6 Hits für sich verbuchen, wobei Ihnen durch einen Bases loaded walk der einzige Punkt gelang. Im Gegensatz dazu konnten die Gäste insgesamt 16 Hits aufweisen, was ein deutliches Ausrufezeichen war. Somit kam es zu einem Endstand von 17:1 für die Gäste aus München nach Spiel 1.

In Spiel 2 sollte eigentlich der kürzlich verpflichtete Jerod Jobst starten. Dieser hatte sich jedoch an der Schulter verletzt, sodass die junge Nachwuchshoffnung Tomlin Müller als Starter eingesetzt wurde. Der ursprüngliche Plan sah vor, Tomlin diese Saison weiter an die erste Mannschaft heranzuführen und ihn weitere Erfahrungen als Relief Pitcher sammeln lassen. Er machte seine Sache grundsätzlich solide, musste aber im ersten Inning den ersten Run, nach einem Sac Fly, hinnehmen. In der weiteren Folge wiederholte sich quasi das Szenario aus dem ersten Spiel. Während die Gäste regelmäßig punkteten, taten sich unsere Hornissen diesbezüglich schwer, den Ball ins Spiel zu bringen und Druck und Gefahr auf den Gäste Pitcher auszuüben. Hinzu kamen dann nach einem kräftezerrenden Tag unnötige Fehler in der Defensive. Lediglich im 3. Inning konnte, 3rd Basemen, Felix Correa den ersten und einzigen Run erzielen und auf 4:1 verkürzen. Dies war leider nicht der erhoffte Start einer Aufholjagd und im weiteren Spielverlauf machte sich die dünne Personaldecke in der Pitcher Rotation bemerkbar, sodass die Gäste zu leicht zu Hits kamen. Mit einem Endstand von 1:11 wurde das Spiel nach dem 7. Inning aufgrund der Mercy Rule beendet und der Fehlstart war perfekt.

 

 

Sicherlich war das nicht der Start, den sich alle gewünscht haben, jedoch gilt es jetzt die richtigen Schlüsse aus dem Ganzen zu ziehen. Sollte am nächsten Wochenende unser neuer Pitcher Jerod Jobst gegen die Mannheim Tornados wieder fit sein, würde das dem Coach definitiv mehr Optionen bieten. Vielleicht war der Druck das erste Spiel der Saison vor dem heimischen Publikum bestreiten zu müssen einfach zu groß. Doch mit jeder Trainingswoche wird sich eine bessere Teamchemie bilden. Alle Spieler mit denen ich sprechen konnten, haben mir versichert, dass dies nicht das war, was sie den Fans zeigen wollten und sie versuchen werden im nächsten Heimspiel gegen die Mannheim Tornados ein anderes Gesicht zu zeigen. Nach einem langen Tag geht die Sonne über dem Baseballfeld unter, doch bei einer Sache kann man sich sicher sein, dass man dieses Team nicht zu früh abschreiben sollte.

 

Text: David Kania